markus in japan

Dienstag, März 13, 2007

Kansai-area

Kobe, Himeji, Kyoto, Osaka, Nara - das Kansai Gebiet. Bin ja vor einer Woche mit dem Shinkansen in Richtung Kobe gestartet und hatte eigentlich geplant, dort einen Professor zu besuchen. Leider hat das letztendlich kurzfristig nicht geklappt, aber hier zumindest mal die Homepage seines Instituts: Spring8 - somit hatte ich sogar noch einen Tag mehr für Sightseeing :-) Ach ja, zum Shinkansen: Von Osaka nach Kobe dauerts ca. 15 Minuten, wobei 13 Minuten im Tunnel gefahren wird. Der Shinkansenbahnhof in Kobe ist dann ein paar hundert Meter lang und danach verschwindet der Zug wieder im Tunnel ....

Durch meinen "gewonnenen" Tag bin ich dann doch noch nach Himeji (ca. eine Stunde mit dem Regionalzug in Richtung Osten) und hab dort das berühmt Schloss (Himeji-jo) angeschaut: Dieses Schloss ist daher berühmt, da es im zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde und daher noch die ursprüngliche Holzkonstruktion vorhanden ist. Die Schlösser in Nagoya oder Osaka sind alle aus Beton (... wie auch das Schloss Neuschwanstein ...). Um das Schloss herum gibt es einen riesigen Park, wobei die vielen Kirschbäume leider noch kahl waren ....

Himeji-jo


Durch Zufall habe ich mich danach entschieden, eine Tempelanlage etwas außerhalb von Himeji zu besuchen. War etwas verrückt, dort hinzukommen (Bus + Seilbahn), hat sich aber sehr gelohnt: Diese Anlage, Engyôji genannt, besteht aus mehreren Tempeln, ist auf einem Berg inmitten riesiger, alter Bäume gelegen und ist wohl eines der wenigen "Klöster", in denen heute noch die Mönche ausgebildet werden. Außerdem wurden hier auch Teile von "The Last Samurai" gedreht.

Engyôji


Kobe selbst hat für Europäer kulturell nicht so viel zu bieten. Für die Japaner ist es vor allem durch westliche Architektur aus dem 19ten Jahrhundert bekannt. Kobe wurde ja 1995 mehr oder weniger komplett durch ein Erdbeben zerstört und forderte auch über 6000 Tote. Davon ist aber eigentlich nichts mehr zu sehen (außer ein kleines Museum am Hafen): Die Stadt ist Sprichwörtlich wie ein Phönix aus der Asche wiedererstanden und ist, den Eindruck hatte ich zumindest, ein Einkaufsparadies :-)
Gewohnt habe ich übrigens etwas außerhalb von Kobe in der Nähe der weltweit längsten "suspension bridge", die die Hauptinsel Honshû mit Awaji-shima verbindet.

Kobe


Weiter gings nach Kyoto, wo ich hauptsächlich Freunde getroffen habe, aber auch noch mal etwas Sightseeing ...

Kyoto


Auf zur nächsten Freundin, Kana, nach Nara: Sie hat mich zu einem der wichtigsten Festivals des Jahres eingeladen: Omizutori, nähere Infos hier. Fotos zu machen, war etwas schwirig: Bei Nacht liefen insgesamt elf Mönche mit rießigen Fackeln (ca. vier Meter lang) auf einem Balkon eines Tempels entlang. Die Funken, die dann die Zuschauer treffen, sollen heilende Wirkung haben ...