markus in japan

Samstag, März 31, 2007

ただいま!

Paris, CDG, 30. März 2007, 12:50: Auf nach München!

Um so drei Uhr hieß es dann wirklich "tadaima"! Das sagen die Japaner immer, wenn sie nach Hause kommen. Am Flughafen erwarteten mich schon Hanna und Päääät! Endlich wieder bekannte Gesichter! Auf der Fahrt ins Wohnheim gabs dann schon gleich mal das erste Radler und im Wohnheim wurde schon fleißig gekocht. Vor dem richtigen Essen gings aber noch schnell zum Café Ignaz für den obligatorischen ersten Kuchen und Cappuccino. Danach warteten schon eine Flädlesuppe, Schweinebraten, Bier (endlich wieder vernünftige Gläser), ... und viele Freunde auf ein Wiedersehen! Vielen Dank für Alles!

tadaima! ... back in Munich

Freitag, März 30, 2007

Good bye Japan! Hello Europe! Franz!

Donnerstag, 29. März 2007, 10:05 war es dann soweit: Mein Jahr in Japan hat ein Ende und der Flieger hebt vom Centrair ab. Die letzten drei Nächte habe ich ja noch bei Matchan, einem japanischen Freund, und seiner Katze verbracht. An meinem alten Wohnheim haben sich dann sogar noch einige die Mühe gemacht, mich um 7 Uhr morgens zu verabschieden .... komisches Gefühl, so eine liebgewonnene Umgebung wieder aufzugeben. Aber die Zeit hat kein Erbarmen, sie "raste" auf mich zu und bald war ich dann am Flughafen, bald im Flugzeug, bald über Nagoya, Japan, .... Die 13 Stunden Flug gaben mir ja dann auch nochmal Zeit, alles irgendwie zu verarbeiten.

Die Ankunft in Paris war dann schon bizarr: Westliche Gesichter, westliche Architektur, Sprachen, die ich zumindest teilweise verstehe, ... auf einmal stach ich nicht mehr aus der Menge mit meiner "weißen" Haut, meiner Größe hervor.

Air France hat mir ja netterweise einen Stoppover in Paris erlaubt und so konnte ich nach Jahren François, oder auch Franz, wieder mal besuchen. Wir kannten uns aus München, wo er mal ein Praktikum gemacht hatte. Leider war das Wetter nicht das beste und so war das Sightseeing eine etwas nasse Angelegenheit. Später gabs dann noch eine französische "Brotzeit" ... schon komisch, dass das Vorurteil sofort wieder erfüllt wurde: ".... ihr Deutschen isst doch immer Wurst und trinkt Bier ....", meinen die Japaner immer. Um kurz vor Mitternacht, oder für mich schon gefühlte 7 Uhr Morgens, fiel ich dann auch nach einem meiner längsten Tage ins Bett.

flight + paris

Mittwoch, März 28, 2007

Good Bye!

Mein Jahr in Japan ist fast vorbei und nun ist die Zeit des Abschied nehmen gekommen. Die letzten Wochen habe ich ja nochmal Freunde in Kyoto, Nara und Tokyo besucht und nun hieß es auch hier in Nagoya von Freunden, Kollegen, Professoren, Plätzen, Sachen, .... Abschied zu nehmen. So war ich mit meinem Karate-sensei nochmal beim Sushi essen, mit dem Hikingclub gings nochmal in ein Izakaya und zum Karaoke, die English-conversation school hat auch nochmal eine Party organisiert und dann gings auch noch mit den Leuten des Austauschprogramms zum Brasilianer. Insgesamt natürlich traurig, aber so solls ja auch sein! Ich hoffe nur, dass ich viele bald wieder sehe, evtl. ja zum Oktoberfest :-) (bin wirklich gespannt, wer wirklich kommt).

good bye ...


Hier auch noch ein paar Fotos vom Campus und vor allem vom "Noyori Material Research Laboratory", in dem ich viel Zeit verbracht habe ....

university campus

Montag, März 26, 2007

Homestay

Zwei Tage Auszeit! Homestay im Norden der Aichi Präfektur bei Familie Ichikawa. Bin dort am Freitag Abend angekommen und bis Montag Morgen geblieben. Leider hatten wir etwas Pech mit dem Wetter, aber ich durfte viel über Deutschland und Europa erzählen, musste Tischtennis spielen und wir konnten dann doch noch etwas raus .... hier ein paar wenige Bilder:

homestay


Insgesamt hat mir dieses ruhige Wochenende sehr gut getan ... bin wieder etwas zur Ruhe gekommen. Die letzten Wochen waren, auch wenn ich das nicht so empfunden habe, doch etwas stressig und auch die nächsten drei Tage bis zu meiner Abreise werden wohl sehr "isogashii" sein: Krankenversicherung abmelden, Rentenversicherung abmelden, Bankkonto schließen, Freunde, Freunde, Freunde treffen .....

Freitag, März 23, 2007

Auszug aus dem Wohnheim

Freitag, 23. April, ich muss mein Zimmer im Wohnheim verlassen. Das Wohnheim, der "International Ohmeikan", beherbergt ca. 300 Studenten und an diesem Tag ziehen ca. 100 davon aus! In Japan fängt ja das akademische Jahr zum April an, daher wurden zum Wintersemester sehr viele mit ihrem Studium fertig. Vormittags hab ich bereits meine Sachen verschicken lassen und Nachmittags hieß es dann "Good bye" Ohmeikan. Das Wochenende werde ich in der Nähe von Nagoya bei einer Familie (Homestay) und nächste Woche bei einem Freund verbringen. Hier noch ein paar Fotos von meinem Zimmer ...

my room + dormitory

Dienstag, März 20, 2007

Tokyo

Zum Schluss meines Aufenthalt in Japan hat ichs dann doch nochmal in die Hauptstadt geschafft! Ich war ja im Dezember 2006 schon mal für zwei Tage in Tokyo, wir hatten aber da überhaupt keine Zeit um etwas anderes anzuschauen, außer der Uni, in der wir waren. Wohnen konnte ich bei Franzi, einer Freundin, die ich schon aus Nagoya kannte und nun in Tokyo ein Praktikum macht.

Tokyo ist verrückt! Im Ballungsgebiet leben so an die 35 Millionen Leute! Ich war die Woche in Tokyo natürlich mit etwas Sightseeing, aber vor allem mit Freunde treffen, u.a. noch drei andere Deutsche, die ich schon aus München kannte, beschäftigt.

Am Sonntag bin ich dann mit der Franzi nach Nikko, ca. zwei Stunden nördlich von Tokyo, gefahren ...

Tokyo

Dienstag, März 13, 2007

Kansai-area

Kobe, Himeji, Kyoto, Osaka, Nara - das Kansai Gebiet. Bin ja vor einer Woche mit dem Shinkansen in Richtung Kobe gestartet und hatte eigentlich geplant, dort einen Professor zu besuchen. Leider hat das letztendlich kurzfristig nicht geklappt, aber hier zumindest mal die Homepage seines Instituts: Spring8 - somit hatte ich sogar noch einen Tag mehr für Sightseeing :-) Ach ja, zum Shinkansen: Von Osaka nach Kobe dauerts ca. 15 Minuten, wobei 13 Minuten im Tunnel gefahren wird. Der Shinkansenbahnhof in Kobe ist dann ein paar hundert Meter lang und danach verschwindet der Zug wieder im Tunnel ....

Durch meinen "gewonnenen" Tag bin ich dann doch noch nach Himeji (ca. eine Stunde mit dem Regionalzug in Richtung Osten) und hab dort das berühmt Schloss (Himeji-jo) angeschaut: Dieses Schloss ist daher berühmt, da es im zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde und daher noch die ursprüngliche Holzkonstruktion vorhanden ist. Die Schlösser in Nagoya oder Osaka sind alle aus Beton (... wie auch das Schloss Neuschwanstein ...). Um das Schloss herum gibt es einen riesigen Park, wobei die vielen Kirschbäume leider noch kahl waren ....

Himeji-jo


Durch Zufall habe ich mich danach entschieden, eine Tempelanlage etwas außerhalb von Himeji zu besuchen. War etwas verrückt, dort hinzukommen (Bus + Seilbahn), hat sich aber sehr gelohnt: Diese Anlage, Engyôji genannt, besteht aus mehreren Tempeln, ist auf einem Berg inmitten riesiger, alter Bäume gelegen und ist wohl eines der wenigen "Klöster", in denen heute noch die Mönche ausgebildet werden. Außerdem wurden hier auch Teile von "The Last Samurai" gedreht.

Engyôji


Kobe selbst hat für Europäer kulturell nicht so viel zu bieten. Für die Japaner ist es vor allem durch westliche Architektur aus dem 19ten Jahrhundert bekannt. Kobe wurde ja 1995 mehr oder weniger komplett durch ein Erdbeben zerstört und forderte auch über 6000 Tote. Davon ist aber eigentlich nichts mehr zu sehen (außer ein kleines Museum am Hafen): Die Stadt ist Sprichwörtlich wie ein Phönix aus der Asche wiedererstanden und ist, den Eindruck hatte ich zumindest, ein Einkaufsparadies :-)
Gewohnt habe ich übrigens etwas außerhalb von Kobe in der Nähe der weltweit längsten "suspension bridge", die die Hauptinsel Honshû mit Awaji-shima verbindet.

Kobe


Weiter gings nach Kyoto, wo ich hauptsächlich Freunde getroffen habe, aber auch noch mal etwas Sightseeing ...

Kyoto


Auf zur nächsten Freundin, Kana, nach Nara: Sie hat mich zu einem der wichtigsten Festivals des Jahres eingeladen: Omizutori, nähere Infos hier. Fotos zu machen, war etwas schwirig: Bei Nacht liefen insgesamt elf Mönche mit rießigen Fackeln (ca. vier Meter lang) auf einem Balkon eines Tempels entlang. Die Funken, die dann die Zuschauer treffen, sollen heilende Wirkung haben ...

Sonntag, März 11, 2007

Sakura!!!



Kurzes Update von Unterwegs - der ausführliche Reisebericht kommt später: Gestern wurde schon in der "Daily Yomiuri" berichtet, dass in Nara die ersten Kirschblüten zu sehen sind und nun kann ich euch sagen, dass auch in Kyoto die ersten Kirschblüten da sind!!!

Allerdings war das Wetter heute wirklich komisch: Sonnenschein, Wolken, ca. 2 Minuten SCHNEE!!! und ca. 5 Minuten Regen!

Dienstag, März 06, 2007

Wakako-san

Wakako ist eine verrückte Japanerin! Ich treff mich mit Ihr vielleicht so alle zwei Wochen um Deutsch zu reden! Sie war für ein Jahr in Heidelberg, hat dort Deutsch gelernt und hat auch gleich mal neun Kilo zugenommen (".... die Deutschen haben ja so gutes Essen und ich musste alles probieren .... " :-) ). Sie hat aber schon wieder alles abgenommen. Gestern waren wir zusammen mit einem Brasilianer, der natürlich auch mal deutsch gelernt hat, in einem typischen Izakaya:



Das Izakaya war in der Gegend des Hauptbahnhofs, der durch die zwei Türme sehr markant ist:




Vom zwölften Stockwerk aus im Hauptbahnhof ... dort befindet sich auch in Sturbucks :-)




Die neue Firmenzentrale von Toyota, die diesen Monat noch offiziell eröffnet wird. Befindet sich gegenüber des Hauptbahnhofs und ist ein paar Meter höher als dieser :-)