markus in japan

Dienstag, Februar 27, 2007

ich bin jung!

Herzlichen Dank! Für die Anrufe (vor allem der Pääät, der war einer der ersten und dann hat er auch noch die Zeitdifferenz berücksichtigt), Postkarten, Briefe, Emails, ..... hab mich sehr gefreut, auch wenn ich dieses Jahr nicht mit Euch feiern konnte.

Ich hab hier mit einigen Freunden in meiner Lieblingsbar "reingefeiert". Japanische Bars sind normalerweise geprägt von schnell und viel trinken und dann nach spätestens zwei Stunden wieder gehen. Das man einfach mal weggeht, zwei, drei Bier trinkt und einfach etwas quatscht, ist leider nicht so üblich, bzw. möglich.







Samstag, Februar 24, 2007

Wohnheimsparties

Kennt Ihr diese Fässer:


Sieht man oft in Tempeln oder Schreinen: Die leben ja von Spenden und gerade die großen Firmen spenden auch in Naturalien. In diesen Fässern befindet sich dann Sake (japanischer Reiswein), Reis, ........

Man kann die aber natürlich auch so kaufen. Und so gab es vor kurzem hier im Wohnheim ein Sportfestival (ging über mehrere Wochen und am Wochenende wurde dann immer was gespielt) und mein Stockwerk hat gewonnen. Der erste Preis war dann ein solches Fass mit Sake:

... was auch an einem Abend gelehrt wurde :-S

Mittwoch, Februar 21, 2007

Weihnachtspost ....

Japanisches Essen ist ja generell nicht schlecht, allerdings verwenden die Japaner kaum Gewürze. Das ist nicht wirklich was negatives, allerdings hat "westliches", ok, sagen wir europäisches, Essen geschmacklich einfach mehr zu bieten! So freue ich mich hier immer mal nicht-einheimische Küche ....

Kürzlich kam wieder mal ein Packet aus dem Allgäu an! Ursprünglich eine Woche vor Weihnachten abgeschickt, hat sich aber doch mehr als zwei Monate Zeit gelassen (Manchmal sind Pakete innerhalb von einer Woche da und manchmal dauerts über zwei Monate. Warum? Keine Ahnung!).

Kennt Ihr das:


Ich kann Euch sagen: Ein Genuss! Hier gibts nicht wirklich gutes Brot. Mit etwas Glück findet man mal eine französische Bäckerei und so war meine Freude natürlich riesig, "Birnenbrot" im Paket zu finden. Das was aber natürlich nicht alles:


Daneben noch einen Rumstollen, Schokomandeln, ...... Herzlichen Dank nochmal liebe Kaisers!

Sonntag, Februar 18, 2007

Ski die zweite



Wir sind wieder in die Nagano Präfektur gefahren, allerdings diesmal zu einem anderen Skigebiet. Hab den Namen leider vergessen, aber dort wurde wohl auch ein Teil der Olympischen Winterspiele ausgetragen, wobei leider die "Olympiaabfahrt" gesperrt war ....

Mittwoch, Februar 14, 2007

deutsche Autos

Naben japanischen Autos sieht man hier fast nur noch deutsche Autos. Ok, es fährt hier auch noch ein orangener Ferrari und ein gelber Hummer rum, aber das sind Ausnahmen. Ansonsten nagelneue S- und E-Klassen, CLK's, ......

Gegenüber vom Wohnheim gibts einen kleinen Autohändler, der sich vor allem auf europäische und v.a. deutsche Marken spezialisiert hat.


Nur blöd, das auf den Autobahnen in Japan nur 100 km/h als Höchstgeschwindigkeit erlaubt sind.

Schaut Euch mal den Test über dem "MORI AUTO" an :-)

Valentines day

Happy Valentins Tag!

Das hat hier in Japan eine etwas andere Bedeutung, bzw. es wird hier anders gehandhabt. Zum einen schenken am Valentinstag nur die Mädels was! Vor allem Schokolade oder Pralinen. Aber nicht nur dem "Boyfriend", sondern allen Jungs, die einem was bedeuten (ich bekam auch von einigen Mädels was ... war dann doch etwas überrascht). Die Boyfriends sind dann genau einen Monat später, also am 14. März, am so genannten "White day", dran. Allerdings sehen die Geschenke dann etwas anders aus und gehen weit über etwas Schokolade hinaus. So sind wohl Digitalkameras, teurer Schmuck oder eine südhaft teure "Louis Vuitton"-Handtaschen keine Seltenheit!

Was bekam ich nun zum Valentins Tag? Zum einen waren selbst gemachte Schokolade, oder vielmehr Plätzchen üblich (sahen aus wie unsere Weihnachtsplätzchen und schmeckten auch so). Oder eben Pralinen, wobei gerade ältere Frauen normalerweise dann auch Pralinen für sich selbst kaufen, die durchaus teurer sein können als die Pralinen, die sie verschenken. Die, ich denke teuersten, Pralinen, die ich geschenkt bekommen haben waren von jener Tochter meines "Academic Directors", die Lehrerin an einer Grundschule ist (.... siehe letzter Eintrag). Dazu gabs noch einen Brief und eben wahnsinnig gute Pralinen ....


Dienstag, Februar 13, 2007

german environmental policies + german language

So, wie soll ich das jetzt erklären ....

Also, ich war bereits letzte Woche bei einer Grundschule eingeladen, um über deutsche Umweltschutzbestimmungen und -maßnahmen zu reden. In dieser Schule hatten mehrere Lehrer ein Projekt organisiert, um die Schüler über die eigene Umwelt zu informieren und sollten eben dahingehend sensibilisiert werden. Es wurde also z.B. über Wasserqualität, Luftqualität, ... aber ach über Mülltrennung (Nagoya hat eine der strengsten Mülltrennungsvorschriften Japans) geredet. Zum Abschluss des ganzen Projekts, dass wohl über mehrere Monate ging, sollten dann noch die japanischen Maßnahmen mit den internationalen Maßnahmen verglichen werden. Daher musste nun erst mal ein Deutscher her (Deutschland hat einen sehr guten, wenn nicht den besten, Ruf, was Umweltschutzrichtlinien angeht). Gut, dass der Vater einer Lehrerin an der Nagoya University der "Academic Director" des dortigen Austauschprogramms (NUPACE <-- da bin ich übrigens auch dabei!) ist. Ich wurde daraufhin also angesprochen, ob ich denn nicht mal für ne gute Stunde mal vor so 60 Kindern die deutschen "environmental policies" erklären möchte. Natürlich sagt man da nicht nein ... aber wie ist das mit Japanisch? Ich kann ja schon mal ein Bier bestellen und zu essen bekomme ich auch immer was aber was war noch mal "environment" auf Japanisch? Letztendlich sind also auch noch ein Franzose, der sehr gut Japanisch spricht und auch ein Japaner selbst, der ein Jahr in England war mit und auch sie durften ihre Erfahrungen loswerden.

Ich war wirklich erstaunt! Anfangs hab ich erklärt, wie wir denn in Deutschland Müll trennen. Danach gabs noch Fragen und die waren teils sehr beeindruckend. Vor allem wenn man bedenkt, dass da Kinder mit ca. zehn Jahren vor einem stehen. Einer hat dann doch wissen wollen, warum denn Deutschland international die höchsten Richtlinien für Umweltschutz hat und warum Deutschland immer als Vorbild angesehen wird? Naja .... stammelstammel ... Und was wird in Deutschland gemacht, um die CO2-Produktion zu reduzieren? Und, und, und ... Die Kinder waren wirklich topfit und ich hatte auch das Gefühl, dass da die Lehrer wirklich einen guten Job gemacht haben (das japanische Schulsystem steht ja immer wieder in der Kritik, weil nur Wissen "stupide" vermittelt wird und den Kindern vor allem Kreativität fehlt - ich hatte hier aber einen völlig anderen Eindruck).

Das lustige war noch, dass die Schule ganz in der Nähe meines Karateclubs war und damit waren natürlich auch in der Klasse viele Kinder, die mich vom Training kennen. Das bedurfte dann auch einiges an Erklärungen, aber die Schulleiterin hat nur gelacht :-) "有名なドイツ人。。。"

Fotos folgen!

Dann war ich auch noch bei einer anderen Schule eingeladen. Hier sind alle "komischen" japanischen Kinder untergebracht, die mal eine Zeit lang im Ausland gelebt haben (vor allem, weil ihre Väter wegen ihrer Arbeit ins Ausland mussten). Diese Kinder bekommen dann individuellen Förderunterricht. Ein großes Problem ist oft Japanisch: Die Kinder lernen ja hier bis zur neunten Klasse 2000 Kanji und falls sie im Ausland für nur ein paar Jahre diesbezüglich keinen Unterricht hatten, brauchen sie natürlich später etwas mehr Aufmerksamkeit.

Diese Schule (privat) lädt dann auch alle paar Monate ein paar Austauschstudenten ein, die mit den Kindern wieder etwas in ihrer Fremdsprache sprechen sollen. Ich hatte das Vergnügen mit drei Kindern, einer war für drei Jahre in Berlin (Vater arbeitet bei Sony) und zwei Brüder, die für vier Jahre in Düsseldorf waren. Gesprächsthemen waren, wie kanns anders sein, Fussball, Fussball, Fussball ... Generell, auch Kinder, die in anderen Ländern waren, vermissen natürlich ihre "zweite" Heimat. Zum einen vermissen sie natürlich ihre Freunde, aber viele waren auch mit dem japanischen Schulsystem nicht ganz so glücklich. Die Kinder haben hier im Vergleich zu Deutschland viel mehr Unterricht und andere Verpflichtungen (Clubsport, andere Clubs, Cram-schools, ....) und gerade Freunde und z. B. einfach Fussball spielen aus Freude kommt hier oft zu kurz ....

Sonntag, Februar 11, 2007

Nagoya TV tower

Endlich bin ich doch noch auf das Wahrzeichen Nagoyas, den "TV tower", hinauf: Der älteste Japans, nicht ganz 100 Jahre alt, nicht mehr in Betrieb, aber "historisches Bauwerk" (schmunzel, schmunzel), oberste Plattform bei ca. 90 m, wirklich schöne Aussicht über Nagoya, vor allem bei Nacht, dort oben gibts dann auch "Pärchensofas", ...

Freitag, Februar 09, 2007

Yang's Geburtstag oder auch Kuchen mit Stäbchen

Yang's Geburtstag .... da er Chinese ist, hat er das Vergnügen, meistens zwei Geburtstage pro Jahr feiern zu können. Zum einen ganz "normal" wie wir es auch kennen und zum anderen darf er auch noch den nach dem Mondkalender feiern. Gerade der nach dem Mondkalender wird aber nur mit der Familie gefeiert, ist aber wichtiger als der andere. Naja, und dieses Jahr fielen dann auch noch der "westliche" und der "mondische" Geburtstag auf den gleichen Tag und das auch noch ohne Familie. Als Ersatz hat er dann mit guten Freunden im kleinen Kreis gefeiert.

Samstag, Februar 03, 2007

Setsubun

Wieder mal so ein Brauch ..... könnte mal wohl mit dem "Funkenfeuer" im Allgäu vergleichen: Letztendlich wird dieser Typ mit dem roten Gesicht vertrieben und damit wird der Frühling eingeläutet - der Frühling beginnt nach dem traditionellen japanischen Kalender am 4. Februar.



dieser "Teufel" wird mit Soyabohnen, die nach ihm geworfen werden, vertrieben. Um diese Figur gibts auch alle mögliche alte Geschichten, die die Japaner in ihrer Kindheit erzählt bekommen.





Leute, die Geld bezahlen (1000 Yen) dürfen dann diese Bohnen werfen und alle anderen versuchen diese dann zu fangen. Insgesamt sollte man die Anzahl des eigenen Alters plus eine Bohne essen. Das bringt dann Glück fürs nächste Jahr ....







Wie immer sind um dieses Festival herum alle möglichen Stände/Märkte ....