new-year customs
Die Woche vor Neujahr ist/war irgendwie komisch. Weihnachtsstimmung kam ja bei mir dieses Jahr vor Weihnachten nicht so richtig auf, aber auf einmal fühle ich doch sowas ähnliches ....
Die Uni war auch schon am Freitag, 29.12.2006, dicht, also wirklich dicht: Normalerweise ist ja hier auch am Sonntag eine Mensa offen und auch die Bibliothek, aber nicht so über Neujahr. Die haben sogar angekündigt, dass das Ganze bis zum 4. Januar so weitergehen wird. Außerdem habe ich gehört, dass auch viele der "Conbinis" (convenient market) geschlossen bleiben sollen (aber nur einen Tag). Bin mal gespannt - ansonsten sind die Japaner ja immer so beschäftigt und die Geschäfte sind normalerweise 7 Tage in der Woche geöffnet, der Supermarkt um die Ecke täglich sogar bis 23 Uhr, ..... und auf einmal wollen die wirklich zur Ruhe kommen????
Die Zeit vor und wohl auch nach Neujahr ist aber wohl vor allem mit allen möglichen Bräuchen gefüllt. Eine Sache ist z. B. das oosouji - おおそうじ - 大掃除: das erste Kanji bedeutet "groß", die letzten beiden "reinigen", oder "sauber machen" - ist also sowas wie ein Frühjahrsputz. Das wurde u.a. auch hier im Wohnheim gemacht, aber auch viele Institute an der Uni: Letztendlich durften dort die Studenten alles raus räumen, sauber machen, und wieder zurück stellen (naja, Gott sei dank nicht in meinem Institut ;-) ). Ein anderer Brauch ist das Machen von Omochi - お餅 - おもち, zu deutsch: Reiskuchen. Wird normalerweise vor Neujahr gemacht und ein Teil wird dann auch den Götter als Dankeschön für die gute Ernte geopfert. Früher hat das wohl jede Familie selber gemacht, ist aber heutzutage nur noch vereinzelt zu finden. Ich hatte das Glück, dass mein Karateclub diesen Brauch v.a. für die Kinder organisiert hat.
Es startet natürlich, am 30.12. 2006 um 8 Uhr morgens, mit dem Reis kochen:


Dieser Reis wird dann erst mal für einige Minuten mit diesen Holzteilen "geknetet" ...

... auch die kleinen haben mitgeholfen ...

... und wenn das Ganze dann schon mehr oder weniger ein "Batzen" geworden ist, wird noch ca. 100 mal draufgeschlagen! Mann, tat das in den Armen weh. Insgesamt wurden 12 solcher Portionen gemacht. Einer muss dann auch immer wieder den Teig zur Mitte bewegen, wobei der Reis natürlich noch ziemlich heiß ist



Danach werden diese kleinen Dinger geformt - ein größerer und ein kleinerer. Die werden dann einige Tage getrocknet, dann aufeinander gelegt und dann den Göttern geopfert. Alternativ legt man oben noch eine Mandarine drauf und isst das dann.

Für die harte Arbeit gabs dann auch noch zur Belohnung ein Mittagessen. Unter anderem Wurde auch dieses Reiskuchen, noch ganz weich, gegessen.

Die Uni war auch schon am Freitag, 29.12.2006, dicht, also wirklich dicht: Normalerweise ist ja hier auch am Sonntag eine Mensa offen und auch die Bibliothek, aber nicht so über Neujahr. Die haben sogar angekündigt, dass das Ganze bis zum 4. Januar so weitergehen wird. Außerdem habe ich gehört, dass auch viele der "Conbinis" (convenient market) geschlossen bleiben sollen (aber nur einen Tag). Bin mal gespannt - ansonsten sind die Japaner ja immer so beschäftigt und die Geschäfte sind normalerweise 7 Tage in der Woche geöffnet, der Supermarkt um die Ecke täglich sogar bis 23 Uhr, ..... und auf einmal wollen die wirklich zur Ruhe kommen????
Die Zeit vor und wohl auch nach Neujahr ist aber wohl vor allem mit allen möglichen Bräuchen gefüllt. Eine Sache ist z. B. das oosouji - おおそうじ - 大掃除: das erste Kanji bedeutet "groß", die letzten beiden "reinigen", oder "sauber machen" - ist also sowas wie ein Frühjahrsputz. Das wurde u.a. auch hier im Wohnheim gemacht, aber auch viele Institute an der Uni: Letztendlich durften dort die Studenten alles raus räumen, sauber machen, und wieder zurück stellen (naja, Gott sei dank nicht in meinem Institut ;-) ). Ein anderer Brauch ist das Machen von Omochi - お餅 - おもち, zu deutsch: Reiskuchen. Wird normalerweise vor Neujahr gemacht und ein Teil wird dann auch den Götter als Dankeschön für die gute Ernte geopfert. Früher hat das wohl jede Familie selber gemacht, ist aber heutzutage nur noch vereinzelt zu finden. Ich hatte das Glück, dass mein Karateclub diesen Brauch v.a. für die Kinder organisiert hat.
Es startet natürlich, am 30.12. 2006 um 8 Uhr morgens, mit dem Reis kochen:


Dieser Reis wird dann erst mal für einige Minuten mit diesen Holzteilen "geknetet" ...

... auch die kleinen haben mitgeholfen ...

... und wenn das Ganze dann schon mehr oder weniger ein "Batzen" geworden ist, wird noch ca. 100 mal draufgeschlagen! Mann, tat das in den Armen weh. Insgesamt wurden 12 solcher Portionen gemacht. Einer muss dann auch immer wieder den Teig zur Mitte bewegen, wobei der Reis natürlich noch ziemlich heiß ist



Danach werden diese kleinen Dinger geformt - ein größerer und ein kleinerer. Die werden dann einige Tage getrocknet, dann aufeinander gelegt und dann den Göttern geopfert. Alternativ legt man oben noch eine Mandarine drauf und isst das dann.

Für die harte Arbeit gabs dann auch noch zur Belohnung ein Mittagessen. Unter anderem Wurde auch dieses Reiskuchen, noch ganz weich, gegessen.



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