markus in japan

Freitag, August 11, 2006

das alte Japan: Kyoto + Nara

Wie im letzten Eintrag schon geschrieben, waren Clara und Max zu Besuch. Nach ihrer Ankunft hier in Nagoya gings erst mal nach Osukanon, oder auch liebevoll Osu genannt, einem Stadtteil hier in Nagoya mit einem Tempel und jede Menge Möglichkeiten zum Einkaufen - Clara fühlte sich hier übrigens sehr wohl :-)

Am nächsten Tag tauschten dann die Beiden ihre Gutscheine für den "Japan-Rail-Pass" ein und wir fuhren dann gemeinsam mit dem Shinkansen nach Kyoto.

Kyoto selbst hat mit gar nicht so gefallen. Zwar gibt's hier jede Menge sehr alte und sehr beeindruckende Tempel und Schlösser (weiter unten mehr dazu), allerdings zeigt die Stadt selbst etwas anderes. Naja, aber das ist vielleicht das Problem vieler japanischen Städte und auch immer wieder gerne von Architekturprofessoren / Stadtplanern international bemerkt, dass die hier zwar schon mal sehr schöne Sachen bauen, allerdings existiert oft kein Konzept für die ganze Stadt und wirkt, zumindest auf mich, daher etwas chaotisch und nicht wirklich schön.

So, jetzt aber zu den positiven Sachen von Kyoto: Bei unserer Ankunft haben wir schon mal einen sehr beeindruckenden Bahnhof gesehen:





Clara und Max haben auf ihren Blogs schon einiges über unsere gemeinsame Tour geschrieben und daher beschränke ich mich hier auf ein paar Stichpunkte und vor allem Bilder - besucht doch einfach ihre Blogs (--> rechts unter "Links" gibt's je einen Link zu den Blogs).

Der Golden Pavillon:




Toji-Tempel:






Innenstadt:



Sanjusangendo:


Tagesausflug nach Nara: Nara liegt etwas südlich von Kyoto (ca. 45 Minuten mit dem Zug) und ist die älteste Kaiserstadt aus dem 8. Jahrhundert. Den alten Kaiserpalast kann man heutzutage nicht mehr sehen, bzw. man kann nur ein rießiges Feld besuchen (es gibt aber Planungen, das ganze wieder aufzubauen). Was aber noch zu sehen ist, ist ein wirklich rießiger Park mit sehr vielen, interssanten und bedeutenden Tempeln. Außerdem tummeln sich in diesem Park noch 1300 Hirsche und Rehe - die einzigen Tiere weltweit, die unter dem Schutz der Unesco stehen ("Weltkulturerbe").

Durch die ganzen Anlagen wurde wir von Kana geführt. Sie gehört zu einer Gruppe die sich "Nara Student Guide" nennt: Das sind Studenten (sie studiert in Osaka Englisch), die einfach ihr Englisch trainieren wollen und dazu kostenlose Führungen anbieten. War somit für uns ein sehr interessanter und schöner Tag. Als kleines Dankeschön haben wir sie aber noch zum Essen eingeladen, bevor sie sich dann verabschiedet hat. Falls Ihr auch mal Nara besuchen solltet: Nara Student Guide

Rehe, Rehe, Rehe ... die können sich sogar verbeugen. Außerdem kann mal da auch so tolle Kekse kaufen, die man dann denn Rehen füttern kann. Das blöde ist nur, dass die Viecher sehr aufdringlich werden und einen verfolgen, sobald die Kekse weg sind ....



Daibutsu-den - Halle des "Great Buddha": Ist das größe Holzgebäuder der Welt. Diese Version hier ist aber nur 2/3 so groß als das Orginal. Drinnen befindet sich ein rießiger Buddha: 16 Meter hoch und besteht aus 437 Tonnen Broze und 130kg Gold.







Glück gehabt: Mitte August (14. August ?) ist hier was besonderes: Viele Japaner fahren zu ihren Familien nach Hause um zum einen sich wieder mal zu sehen und zum anderen um dort für die Verstorbenen zu beten. Dazu veranstallten die Tempel oft ein rießiges Feuerwerk. In Nara wird dazu z. B. die Daibutsu-den "angezündet". Wir waren ja schon am 7. August in Nara, aber auch da war schon was von dem großen Ereingis zu spüren: Am Abend wurden im Ganzen Park tausende Kerzen angezündet - sehr stimmungsvoll. Was ich auch schon hier in Nagoya gesehen hab: Das ist oft ein Grund für Verliebte ihre traditionellen Gewänder anzuziehen (Mädls: Kimono, Jungs: Jukatta) und dann da gemeinsam hinzugehen (und vielleicht auch mal in einer dunkleren Ecke Zärtlichkeiten auszutauschen ...)



Osaka: Die Reise ging weiter nach Osaka. Viel haben wir hier nicht mehr gemacht - waren alle ziemlich fertig von Kyoto und Nara (hatte immer so 37°C und dann den ganzen Tag Sightseeing ...). Wir haben uns dort mit Shouta und seiner Freundin getroffen. Shouta war wie Max ein Schuljahr in Brasilien und war wohl daher etwas anders als die "typischen" Japaner selbst. Japner sind ja gerne mal etwas distanzierter und es ist manchmal schon schwer mit denen in Kontakt zu kommen.

Am nächsten Tag fuhren dann Clara und Max weiter nach Hiroshima, ... und für mich gings zurück nach Nayoya. Auf Ihrem Weg zurück nach Tokyo gabs dann nochmal ein kurzes Wiedersehen in Nagoya, bevor es dann für die beiden bald weiter in Richtung Singapure, Australien, ... geht.