markus in japan

Samstag, April 22, 2006

so verbringen die Japaner ihre Abende





Ich besuche hier unter anderem eine Vorlesung "Communication & Human Relations in Cross-cultural Contexts". Normalerweise sind wir dazu in einem Seminarraum und unterhalten uns. Am Ende der zweiten Woche gings aber Abends in ein japanisches Restaurant, in das man eigentlich nicht zum Essen geht, sondern zum Trinken. Allerdings essen die Japaner immer sehr viel zum Trinken. Wir bekamen erst mal etwas Salat, alle möglichen Arten von Hähnchen (am Spießchen, als kleine Häppchen, ...) und anderes Fleisch, etwas Reis, Eis, Bier und Sake.

Stelle sich die Frage, warum die nicht einfach was "trinken gehen" ohne das ganze Essen? Das liegt wohl daran, dass nach bayerischen Maßstäben der Abend ein frühes und evtl. "unschönes" Ende hätte: die vertragen nichts! Wenn ich zwei Bier (je 0,4 Liter) trinke und noch etwas Sake gehör ich hier schon zu einer Minderheit - gut dass es da noch ein paar erfahrene Trinker aus England gibt!

Nach diesem "Gelage" wollten wir noch zum Karaoke gehen, bekamen dort allerdings keinen Raum. Also gings zurück in die "Lobby" des Wohnheims. Dort warteten dann schon einige Koreaner mit Bier. Biernachschub war auch kein Problem: Um das Wohnheim gibt es drei "Lawsons", die in weniger als fünf Minuten zu erreichen sind. Das guten an den kleine Läden ist, dass sie pro Woche 4032 Stunden geöffnet haben ...

2 Comments:

  • Na, also jetzt wäre dann aber fast wirklich langsam der komplette Neid bei mir durchgekommen! Ich hab's ja bisher leider auch noch nicht in eine echte japanische カラオカ-Bar geschafft... Musst mir unbedingt berichten wie's war, wenn du es demnächst doch mal schaffen solltest!

    またね

    By Blogger Konni, at April 28, 2006 11:33 PM  

  • Da bin ich ja echt froh zu lesen, dass Du "da unten" nicht unter Kaffeeentzug leiden musst :-). Die Cross-Cultural Lecture finde ich übrigens die definitv bessere Alternative für Deinen Aufenthalt in Japan!!! Physik in Reinform hast Du ja hier eh schon genug. Und was ich witzig finde: Was dem Japaner sein "Lawson" ist war dem Barcelonesen sein "Pakistani" - den gab's in zwei Ausführungen: Mit Laden (wahrscheinlich wie ein Lawson) und "zum Mitnehmen" Abends beim Weggehen (standen überall mit Biernachschub :-)) - sehr praktisch...

    Bin schon gespannt was Du noch so alles berichtest - ist für mich immer ne willkommene Ablenkung vom Lernen.

    By Blogger Patrick, at April 29, 2006 9:57 PM  

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