markus in japan

Sonntag, April 23, 2006

Atsuta-jingû










Der Atsuta-jingû ist einer der heiligsten Shinto-Shrine in Japan und beherbergt das kusanagi-no-tsurugi, übersetzt das "heilige Schwert von Kusanagi" oder auch "das Gras-schneidende-Schwert", eines der drei kaiserlichen Regalien.

Wir hatten die Ehre, in diesem Shrine zuerst an einer Zeremonie teil zu nehmen, und durften somit schon mal etwas weiter ran als die übrigen Besucher (zu dieser Zeremonie gehörte auch etwas Sake ...). Danach bekamen wir noch ein Ritual zu sehen, mit dem wohl schlechte oder böse Geister "vertrieben" werden. Ich hab sogar ein kleines Video (3,9 MB) gemacht. Netterweise haben uns die Priester danach noch zum Essen eingeladen und haben uns auch noch ein paar nichtöffentliche Teile des Geländes gezeigt.

Später gings dann in den Shirotori Garden. Ich hab noch nie soviele Koi-Karpfen auf einmal gesehen. Auf dem ganzen Gelände schwammen bestimmt ein paar Millionen Euro im Wasser rum!

Samstag, April 22, 2006

so verbringen die Japaner ihre Abende





Ich besuche hier unter anderem eine Vorlesung "Communication & Human Relations in Cross-cultural Contexts". Normalerweise sind wir dazu in einem Seminarraum und unterhalten uns. Am Ende der zweiten Woche gings aber Abends in ein japanisches Restaurant, in das man eigentlich nicht zum Essen geht, sondern zum Trinken. Allerdings essen die Japaner immer sehr viel zum Trinken. Wir bekamen erst mal etwas Salat, alle möglichen Arten von Hähnchen (am Spießchen, als kleine Häppchen, ...) und anderes Fleisch, etwas Reis, Eis, Bier und Sake.

Stelle sich die Frage, warum die nicht einfach was "trinken gehen" ohne das ganze Essen? Das liegt wohl daran, dass nach bayerischen Maßstäben der Abend ein frühes und evtl. "unschönes" Ende hätte: die vertragen nichts! Wenn ich zwei Bier (je 0,4 Liter) trinke und noch etwas Sake gehör ich hier schon zu einer Minderheit - gut dass es da noch ein paar erfahrene Trinker aus England gibt!

Nach diesem "Gelage" wollten wir noch zum Karaoke gehen, bekamen dort allerdings keinen Raum. Also gings zurück in die "Lobby" des Wohnheims. Dort warteten dann schon einige Koreaner mit Bier. Biernachschub war auch kein Problem: Um das Wohnheim gibt es drei "Lawsons", die in weniger als fünf Minuten zu erreichen sind. Das guten an den kleine Läden ist, dass sie pro Woche 4032 Stunden geöffnet haben ...

Samstag, April 15, 2006

die Welt ist klein







Komischer Zufall: Ich hab im letzten Wintersemester an der TUM einige englische Vorlesungen besucht. In den beiden Vorlesungen von Prof. Finley saß auch immer die Makiko, die offensichtlich eine Japanerin ist. Wie ich dann im Lauf des Semesters erfahren hab, kommt sie ursprünglich aus - man glaubt es kaum - Nagoya. Meine Bewerbung für Nagoya hab ich aber schon Monate zuvor abgegeben.

Bevor Sie fürs Sommersemester nach München fliegt, haben wir uns am Ostersamstag getroffen und Sie und Ihr Freund haben mir die Stadt gezeigt. Als erstes gings zum Essen, natürlich in ein typisch japanisches Restaurant, in das ich niemals alleine rein wäre (Sprache und sah sehr "edel" und "teuer" aus). Zum Essen gabs dann ein paar Spezialitäten aus Nagoya: Fisch, der in den "Resten" der Sakeherstellung (die klare Flüssigkeit wird verkauft und am Boden bleiben etwas zähflüssigere, trübe Reste übrig, die normalerweise weggeschüttet werden) ein paar Stunden gegart wird und dadurch etwas süßlich schmeckt. Dazu natürlich Reis, Mizusuppe, allerlei Gemüse, grünen Tee, ... - bezahlt hab ich dann so 7,50 €, was ich doch sehr fair fand.

Zur Verdauung gings dannach zu Fuß durch die Innenstadt, bis wir am (buddhistischen) Osukannon Tempel ankamen. Bunt und eindrucksvoll! Ach ja: Es gibt hier auch traditionelle Cafes! Zwar nicht so viele wie in München und der Kaffee ist etwas anders aber trotzdem gut.

Sonntag, April 09, 2006

erster Ausflug





Erstes Wochenende auf einem neuen Kontinent und Sonnenschein: Das bedeutet hier Picknick unter Kirschbäumen, spazieren gehen, die weißlich/rosa Kirschblüten bewundern, den Botanischen Garten anschauen, den Zoo besuchen, ... (zum Glück gibts hier ein großes Gelände, auf dem wir das alles gleichzeitig machen konnten). Der Zoo ist hier übrigens für seine Koalabären bekannt, die es sogar auf das Zoologo geschafft haben. Ach ja, die Kirschblüte hält immer noch an und jeder muss natürlich ein Foto mit sich und den Blüten im Hintergrund haben.

Donnerstag, April 06, 2006

Ankunft in Nagoya





Am Flughafen wurde ich von zwei netten "freiwilligen" Japanerinnen abgeholt und zu meinem neuen Domizil für die nächsten zwölf Monate begleitet, dem "International Ohmeikan". Von da aus sinds dann nur gute fünf Minuten bis zum Campusgelände, was doch eine deutliche Verbesserung zu München darstellt (45 Minuten). Das Zimmer selbst hat 12 qm, wobei da schon ein eigenes Bad dabei ist. Das beste ist aber der eigene Balkon (erstes Bild: Aussicht vom Balkon). Die Küche und das Wohnzimmer werden aber mit anderen Studenten zusammen benutzt. Übrigens bin ich rechtzeitig zur "Kirschblüte" gekommen: Alles ist hier zur Zeit weißlich bis rosa!

Dienstag, April 04, 2006

Flug



Das erste mal raus aus Europa! Von München gings erst mal nach Paris und dann weiter in einem 11-Stunden-Trip nach Nagoya. Auf dem Foto befinde ich mich gerade irgendwo über Wladiwostik. Gelandet bin ich dann auf dem neuen Flughafen (Eröffung 2005) von Nagoya, der auf einer künstlichen Insel entstanden ist:

Sonntag, April 02, 2006

Abschied von Muenchen



Eine letzte Nacht in München, bevor ich dann am Montag von Johanna und Mario zum Flughafen gebracht werde. Eine tolle Stadt, in der ich die letzten viereinhalb Jahren verbringen durfte. Etwas wehmütig ist da nur die Tatsache, dass nach meiner Rückkehr viele meiner Freunde nicht mehr im Wohnheim wohnen werden.

Abschied vom Allgäu



Sonntag, 2. April 2006 und es heißt nun Abschied nehmen von Familie und dem schönen Allgäu - aber es sind ja nur 12 Monate!