Donnerstag, 29. März 2007, 10:05 war es dann soweit: Mein Jahr in Japan hat ein Ende und der Flieger hebt vom
Centrair ab. Die letzten drei Nächte habe ich ja noch bei Matchan, einem japanischen Freund, und seiner Katze verbracht. An meinem alten Wohnheim haben sich dann sogar noch einige die Mühe gemacht, mich um 7 Uhr morgens zu verabschieden .... komisches Gefühl, so eine liebgewonnene Umgebung wieder aufzugeben. Aber die Zeit hat kein Erbarmen, sie "raste" auf mich zu und bald war ich dann am Flughafen, bald im Flugzeug, bald über Nagoya, Japan, .... Die 13 Stunden Flug gaben mir ja dann auch nochmal Zeit, alles irgendwie zu verarbeiten.
Die Ankunft in Paris war dann schon bizarr: Westliche Gesichter, westliche Architektur, Sprachen, die ich zumindest teilweise verstehe, ... auf einmal stach ich nicht mehr aus der Menge mit meiner "weißen" Haut, meiner Größe hervor.
Air France hat mir ja netterweise einen Stoppover in Paris erlaubt und so konnte ich nach Jahren François, oder auch Franz, wieder mal besuchen. Wir kannten uns aus München, wo er mal ein Praktikum gemacht hatte. Leider war das Wetter nicht das beste und so war das Sightseeing eine etwas nasse Angelegenheit. Später gabs dann noch eine französische "Brotzeit" ... schon komisch, dass das Vorurteil sofort wieder erfüllt wurde: ".... ihr Deutschen isst doch immer Wurst und trinkt Bier ....", meinen die Japaner immer. Um kurz vor Mitternacht, oder für mich schon gefühlte 7 Uhr Morgens, fiel ich dann auch nach einem meiner längsten Tage ins Bett.